F.I.S.A.
Flensburger Institut für systemisches Arbeiten

2018

Jürgen 1.1

In diesen Erzählungen schildert Jürqen Hargens in der ihm
eigenen respektvollen, wertschätzenden und überraschen­
den Art, wie es immer auch sehr unterschiedliche und hilf­
reiche Umgangsmöglichkeiten mit psychischen Belastungen
oder Krankheiten geben kann. Dabei kommt ihm seine eige­
ne, fast 40-jährige Berufserfahrung zugute.

Geschieden, arbeitslos, ausgebrannt - so windet sich Tor­
ben Randers durch sein Liebes Leben, und ein etwas an­
ders arbeitender Therapeut bringt ihn zum Nachdenken.
Paul Schrag und Tammes  Lenhard sind vielleicht etwas aus
der Spur, doch der Sprung zwischen verrückt und verrücken
ist manchmal schon viel kleiner und hilfreicher als gedacht.
Wenn in einer Gruppentherapie ein Klient wegbleibt, zeigen
die anderen Mitglieder oft ungeahnte Kreativität, um auch
bei depressiven Episoden Möglichkeiten zu schaffen. Und
dass Therapeuten vor solchen Problemen selber nicht gefeit
sind, muss auch Klaas LarBen erfahren, wobei es doch noch
zu einem Lächeln der Therapeuten (oder waren es die Klien­
ten?) kommt. Und selbst der Versuch, den Wind zu fangen
(Catch the wind) kann ungeahnte Energien und Möglichkei­
ten - auch in einer Klinik - freisetzen.

Rundum ein Lesegenuss, der einlädt, eigene Selbstverständ­
lichkeiten und Gewissheiten spielerisch zu hinterfragen.

"Was in der Beratung von Menschen funktioniert, kann manch­
mal besser erzählt als erklärt werden. Jürgen Hargens schreibt
in "Freude hat sich versteckt" Psychotherapiegeschichten, die
anschaulich machen, wie Veränderung vor sich geht, wenn
man ... nach Lösungen sucht.

Es ist für alle, die Menschen in Krisen beraten, ein wichtiges
Buch. Frei nach Oscar Wilde imitiert das Leben die Geschich­
ten, die es kennt. Wer Hargens' Geschichten gelesen hat,
sieht im Anschluss Wege im Umgang mit Schwierigkeiten,
die er vielleicht noch nie zuvor beschritten hat.

                                                  Thorsten Padberg (Berlin)

www.trafoberlin.de

ISBN 978-3-86465-076-5